So packt man Geschenke ohne Geschenkpapier ein
Meine Stempel nutze ich für die Etiketten.

So packt man Geschenke ohne Geschenkpapier ein

Gibt es Alternativen zu Geschenkpapier?

Gerade Weihnachten artet ja gern in eine Geschenkpapierschlacht aus. Ich habe in den letzten Jahren immer viele Rollen gekauft und trotzdem haben sie nie gereicht und ich musste welche nachkaufen. Und immer dachte ich bei mir: Die arme Umwelt. Das arme Geld.

Denn wofür investiert man das alles?

Die Geschenke werden gerade von Kindern in Millisekunden aufgerissen. Das Geschenkpapier landet danach meistens direkt im Müll. Ich selbst habe auch schon versucht, das Papier teilweise zu retten und noch einmal zu verwenden. Aber ganz ehrlich, das gelang mir nur selten und angeknittertes Geschenkpapier wollte ich auch nicht unbedingt ewig in einen Schrank legen.

Irgendwann habe ich für mich beschlossen, dass sich etwas ändern muss. Und ich tat es. Für meinen Geldbeutel und die Umwelt.

Ich möchte hier anmerken, dass ich vollstes Verständnis habe, wenn jemand mit viel Passion und Liebe Deko, Anhänger und Papier für Geschenke kauft und diese mit Hingabe verpackt. Das finde ich richtig toll, wenn man dafür ein Händchen hat.

Die meisten verpacken aber vielleicht wie ich nur aus Gewohnheit mit Geschenkpapier – einfach, weil sie es schon immer gemacht haben. Für diese Menschen will ich ein paar Alternativen zeigen.

Aber womit kann ich meine Geschenke einpacken?

Im Alltag bin ich tatsächlich dazu übergangen, Geschenke auch einmal „nackig“ zu überreichen. Also komplett unverpackt. Beim Übergeben sage ich meistens etwas wie „Im Sinne der Umwelt bekommst du dein Geschenk heute unverpackt“ oder Ähnliches. Da habe ich bisher immer Zustimmung geerntet, was mich sehr gefreut hat.

Klar, das ist gewöhnungsbedürtftig und nicht für alle etwas. Aber vielleicht versucht ihr es bei Gelegenheit einfach? Denn es fühlt sich längst nicht so komisch an, wie es sich nun vielleicht liest.

Klar, ab und zu muss es auch für mich eine Verpackung sein. Ich kaufe inzwischen aber nur noch selten eine Rolle buntes Geschenkpapier für Kinder und greife sonst zu Alternativen zurück.
Was ich statt gekauftem Geschenkpapier zum Einpacken nehme:

  • Alte Zeitungen (eine kleine regelmäßige Schrift wirkt richtig toll, bunte Werbeanzeigen sehen nicht so schön aus)
  • Alte Hochglanz-Zeitschriften (gerade im Bereich Wohnen, Sport oder Kochen gibt es immer tolle Fotos)
  • Alte Kalender
  • Kinderheftchen und -poster (sie sind gut geeignet für bunte Kindergeschenke)
  • Alte Zeichnungen von euren Kindern, die sonst sowieso nicht mehr gebraucht werden.
  • Stabile Geschenkverpackungen (kleine Tüten oder Kartonagen), die ich selbst geschenkt bekommen habe. Wiederverwenden ist immer super.
  • Große Geschenke packe ich in alte Kartons, die ich mit einer großen bunten Schleife aus Papier verziere. Oder ich lasse die Sachen einfach in der Original-Verpackung und befestige nur eine Schlaufe obendrauf. Ab und zu lasse ich die Kinder die Kartons auch bunt anmalen, was sie immer gerne tun.
  • Wenn unterm Jahr ein Produkt in einer tollen Box kommt, lege ich sie zur Seite und verwende sie an einem Geburtstag oder an Weihnachten für ein Geschenk.
  • Auch Stoffsäckchen sind eine tolle Option. Ich habe mir schon lange vorgenommen, welche zu nähen. Denn alte Stoffe habe ich genügend, nur die liebe Zeit fehlt. Aber vielleicht ist es für jemanden von euch eine tolle Idee, die ihr für Weihnachten sogar noch umsetzen könntet?

Deko darf natürlich weiterhin sein

Auch auf Dekoration muss man nicht verzichten, wenn man Müll vermeiden und sparen möchte.

Statt Bändern aus Plastik nehme ich Paketschnur, weil sie biologisch abbaubar ist – gerade im Vergleich zu Plastikbändern ist das natürlich ein großer Vorteil. Unser Planet dankt es uns.

Schöne Alternativen zu Plastikbändern sind auch normale Wolle, zweifarbiges Baumwoll-Band oder Papier-Kordeln.

Zum Verzieren der Bänder nehme ich Dinge, die ich in der Natur finde (kleine Äste mit Blättern, Herbstlaub, Tannengrün, Efeu, Blumen, Hagebutten – ich habe bisher in jeder Jahreszeit etwas gefunden). Diese binde ich einfach oben in den Knoten hinein.

Ein persönlicher Gruß darf nicht fehlen

Meine Etiketten stelle ich mit Hilfe verschiedener Stanzer selbst her. Oder ich nutze wie auf dem übernächsten Foto eine Zackenschere und schneide kleine Kärtchen zurecht.

Stanzer und Stempel
Solche Stanzer verwende ich für individuelle Anhänger

Ich verwende dafür entweder bereits angemaltes Papier (wenn es dick genug ist) oder alte Kartons oder Einlageblätter, die ich hin und wieder bekomme. So muss ich nichts extra kaufen und verwende die Dinge wieder, die ich sowieso daheim habe.

Auch wenn ich eines meiner Bücher „Manchmal braucht man Gummibärchen“ verkaufe, verziere ich es genau so – nicht in Papier eingepackt. Sondern mit einem Naturband umschlungen und einem individuell hergestellten Anhänger, den ich ausgestanzt, bedruckt und beschriftet habe.

Stempeln und Stanzen ist toll.
„Made with love“ – meine Anhänger sind mit Liebe gemacht.

Meine Stanzer habe ich von Amazon, Tchibo und aus einem lokalen Bastelgeschäft.

Schön sind größere runde Stanzer, Etiketten-Stanzer oder auch besondere Formen, wie Herzen. Da es bei den großen Stanzern nicht immer ein kleines Loch für das Band gibt, habe ich noch ein Set mit Ministanzern und stanze damit kleine Sterne oder Herzen aus. Mein Mini-Set war damals von Tchibo, aber auch bei Amazon gibt es solche kleinen Stanzer im Set, zum Beispiel hier.

Und drauf kommen tolle Stempel

Auf die Anhänger stemple ich dann verschiedene Motive, die ich mir im Lauf der Jahre zusammengekauft habe. Die Kinder stempeln übrigens auch sehr gern und lieben ihre Ritter-Stempel aus dem Adventskalender immer noch heiß und innig. Und auch meine Stempel dürfen sie natürlich verwenden, so kommen sie wenigstens oft zum Einsatz.

Die bestempelten Papiere könnt ihr natürlich auch super zum Einpacken nehmen!

Um die Anhänger zu beschriften, verwende ich solche Stempel wie in diesem Set („Ein kleines Dankeschön, selbstgemacht, …für Dich, 3 cm Durchmesser, Holzstempel) oder auch Buchstaben-Stempel.

Dazu verwende ich ein grünes, großes Stempelkissen.
Tipp: Jeder von uns hat diese Freundin oder Nachbarin, die eigentlich alles hat oder die man nicht gut genug kennt, um etwas außer Tee oder Duschgel zu schenken. Ich finde, so einen Stanzer und/oder Stempel kann man eigentlich immer brauchen – und wenn es nur ist, um eventuelle Besuchskinder zu beschäftigen. Wir heben uns damit ohne viel Aufwand angenehm aus der Masse der Tee-Schenker hervor, das ist doch auch etwas.

Ich weiß natürlich, dass meine Verpackungen vielleicht nicht ganz so hübsch sind wie gekauftes Standardpapier. Aber es steckt sehr viel Liebe drin, das bietet die gekaufte Industrieware natürlich nicht. 🙂

Und #savetheplanet ist natürlich auch immer toll.

Ich würde mich freuen, wenn durch diesen Artikel die ein oder andere Rolle Geschenkpapier WENIGER verkauft wird dieses Jahr und wünsche euch viel Spaß beim Einpacken.

Herzlichst,

eure Miriam vom Mamablog Muttiversum

So kann man Weihnachtsgeschenke verpacken.
Alternativen zu gekauftem Papier.

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